Theorie des Geldes: Zusammenfassung

Geld als:

-       Tauschmittel

-       Wertaufbewahrung

-       Recheneinheit

Geldformen:

-       Warengeld (Zigaretten, Gold)

-       Nominalgeld (Gelfscheine und –münzen)

-       Giralgeld (Guthaben auf dem Girokonto)

US Dollars und Euro à reines Nominalgeld (NICHT von bspw. Gold abgedeckt !!!)

Warengeld –> Prägung von Münzen à Zertifikate à Geld als Tauschmittel

Vorteile:

-       Höhere Liquidität

-       Geringere Transaktionskosten

EZB – Europäische Zentralbank

-       Beschlussorgan ist der EZB-Rat

  • Umfasst 6 Mitglieder des Direktoriums
  • Umfasst Präsidenten aler nationalen Zentralbanken der zwölf Mitgliedsländer

-       Aufgabe

  • Verfolgt das Ziel der Preisniveaustabilität.
    • Harmonisiertes VPI im Euroraum darf maximal 2% als Inflationsrate betragen.

Deutsche Bundesbank

-       Preisstabilität im Euro-Raum

-       Stabiles Finanz- und Währungssystem

-       Sicherheit und Effizienz von Zahlungsverkehrs- und Abwicklungssystemen

-       Effiziente Bargeldversorgung und Infrastruktur

-       Funktionsfähigkeit der deutschen Kredit- und Finanzdiensleistungsinstitute

Die Steuerung der Geldmenge ist Bestandteil der Geldpolitik. Die Zentralbank bestimmt das Geldangebot.

Instrumente der Geldpolitik, also Instrumente zur Steuerung der Geldmenge:

-       Offenmarktpolitik: Die EZB verkauft oder kauft Wertpapiere auf den Märkten. Da diese von Privaten abgekauft oder an diese verkauft werden, kann die Zentralbank so die Geldmenge beeinflussen. Hauptinstrument sind Wertpapierpensionsgeschäfte à 25% des gesamten Finanzvolumens der EZB!

-       Mindestreservepolitik:  Die Banken müssen einen Bruchtil ihrer Einlagen als Mindestreserve bei der Zentralbank halten. Der Bruchteil heißt Mindestreservesatz und beträgt 2%. Die Einlage muss in Zentralbankgeld eingezahlt werden.

-       Ständige Fazilitäten: Banken können über Nacht bei der Zentralbank Geld leihen oder Anlegen.

  • Einlagenfazilität
  • Fazilität zur Refinanzierung

Die Banken bedienen sich dieser Möglichkeiten nur im Notfall, da der Zinsatz deutlich schlechter als am Markt ist -> in beiden Fällen.

Die sich im Umlauf befindliche Geldmenge wird nicht nur von der Zentralbank, sondern auch durch Geschäftsbanken bestimmt.

Die Banken können Geld durch den Geldschöpfungsmultiplikator multiplizieren.

Geld wird Anhand der Liquidität unterschieden:

-       Zentralbankgeld: Bargeld

-       M1: Bargeldumlauf + täglich fällige Einlagen

-       M2: M1 + Einlagen mit vereinbarter Laufzeit von bis zu 2 Jahren und Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von bis zu 3 Monaten -> Sparbücher

Quantitätstheorie des Geldes:

M*V = P*T

M = Geldmenge

V = Umlaufgeschwindigkeit. Wie viele Transaktionen ein Euro in einer

bestimmten Periode durchmacht.

T =  Anzahl der Transaktionen in einer bestimmten Periode

P =  Der Preis eier Transaktion (Zinsen??)

Bei einer Transaktion (ein Einkauf bspw.) interessiert uns nicht der nominale Wert des Geldes, sonder die reale Kaufkraft des Geldes:

Realkasse = M/P

Geldnachfrage =  Nachfrage nach Realkasse = Realkasse (bei uns)

Die Geldnachfragefunktion = Funktion der Realkasse ist proportional zum Einkommen:

Der Kassenhaltungskoeffizient gibt an, wie viel jeder an Bargeld mit sich rumträgt. k = durchschnittliche Kassenhaltung. Wird reduziert, wenn die leute häufiger geringere Summen an den Geldautomaten abheben.

In der Realität kann sich die Umlaufgeschwindigkeit natürlich ändern, aber wenn mann mit der QuantitätsTHEORIE arbeiten möchte, gehen wir von einer konstanten Umlaufgeschwindigkeit des Geldes aus.

Nach der Quantitätstheorie des Geldes gilt, dass eine Änderung der Geldmenge M zu einer proportionalen Änderung des nominalen Wertes des Outputs (Y*P) führt. Nach diesem proportionalen Zusammenhang gilt also, das eine Erhöhung der GELDMENGE zu einer Erhöhung des PREISNIVEAUS führt -> logisch und trivial!

Quantitätsgleichung für prozentuale Änderungen:

Geldmengenwachstumsrate + Wachstumsrate der Umlaufgeschwindigkeit

=

Inflationsrate + Wachstumsrate des BIP

Die Annahme der Quantitätstheorie ist, dass die Wachstumsrate der Umlaufgeschwindigkeit = 0 ist.

Seniorage:

Angenommen man zahlt eine Rechnung mit eine Scheck. Dieser Scheck wird aber von den Abnehmern nie eingelöst sondern wie ein Geldschein behandelt. Das Geld steht also immernoch auf dem Konto desjenigen, der den Scheck geschrieben hat. Er hat das Geld immernoch und erntet immernoch Zinsen. Er bekommt also die Seniorage.

Kalte Progression:

-       Steuern steigen real obwohl Einkommen nur nominal gestiegen ist.

Zentralbankunabhängigkeit – Dimensionen der Unabhängigkeit der EZB:

-       Institutionell: EZB nimmt keine Weisungen an

-       Finanziell: Besitzt keinen eigenen Haushalt

-       Operativ: Das Ziel Preisstabilität ist vorgegeben, EZB ist jedoch nicht gezwungen, es zu erreichen

-       Personell: Die Direktoriumsmitglieder werden für 8 Jahre ernannt. Eine zweite Amtszeit ist ausgeschlossen.

”Schlagseite zur Inflation” – Abgeleitet aus der Philips-Kurve:

-       Inflationsrate hoch wenn:

  • Natürliche Arbeitslosenqoute Un hoch ist
  • Die erale Wirkung der moentären Politik groß ist
  • Die Gewichtung des Beschäftigungsziels stark ist.

Der nominale Geldmarktzins soll sich aus folgenden Summanden zusammensetzen:

-       ggw. Realzins

-       Inflationsrate

-       Für jeden Prozentpunkt, den die Inflationsrate die Zielinflationsrate übersteigt soll ein halber Punkt abgezogen werden.

-       Für jeden Prozentpunkt Outputlücke werden die Zinsen um einen halben Prozenpunkt rediziert. Liegt der Output oberhalb des langfristigen Trends, spricht dies für das erwarten einer zukünftigen Inflation. Zu viel Output -> kratraktivere Geldpolitik.