Die Erfassung der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit wird von der Bundesagentur für Arbeit wie folgt definiert:

”Arbeitslose sind Arbeitssuchende im Alter von 15 bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, die nicht oder weniger als 15 Stunden wöchentlich in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, die nicht Schüler, Studenten oder Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, nicht arbeitsunfähig erkrankt, nicht Empfänger von Altersrente sind und für eine Arbeitsaufnahme als Arbeitnehmer sofort zur Verfügnung stehen. Arbeitslose müssen sich persönlich bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur gemeldet haben ”

 

Erwerbslos ist eine Person im Alter 15-74 Jahre, die nicht erwerbstätig ist und sich während der letzten vier Wochen im eine Arbeitsstelle aktiv bemüht hat und in der Lage ist, eine Arbeit innerhalb der nächsten zwei Wochen aufzunehmen.

Erwerbstätige sind alle die Personen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, unabhängig vom Umfang der Arbeitszeit. Die Erwerbspersonen L ergeben sich als Summe von Erwerbslosen U und Erwerbstätigen E.

Die EU-standardisierte Erwerbslosenquote wird saisonbereinigt und mit den Angaben der Bundesanstalt für Arbeit auch für Monate berechnet, in denen kein Mikrozensus stattfindet.

Aus ökonomischer Sicht sind Personen unfreiwillig arbeitslos, wenn sie zum bestehenden Lohn Arbeit anbieten, diese jedoch nicht nachgefragt wird. Freiwillig arbeitslos ist eine Person,  die zum bestehenden Lohn ihre Arbeitskraft nicht anbieten möchte.

Verdeckt arbeitslos ist eine arbeitslose Person, die nicht zu den registrierten arbeitslosen gezählt wird jedoch stattlich über arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gefördert wird. Dazu gehören z.B. subventionierte Beschäftige, also bspw. 1-Euro-Jobber.

Okuns Gesetz:

Wachstum des BIP führt erst ab einer bestimmten Grenze zu einer Verringerung der Arbeitslosenqoute. Dies liegt an der steigenden Grenzproduktivität. Allgemein zeigt sichjedoch ein negativer Zusammenhang zwischen Wachstum des BUP und Änderungen der Arbeitslosenqoute – steigt die Arbeitslosigkeit wächst das BIP langsamer, sinkt das Wachstum steigt die Arbeitslosigkeit.

Arbeitslosigkeit kann einen dauerhaften Nutzenverlust verursachen, da Personen, die einmal arbeitslos waren, sich von erneuter Arbeitslosigkeit fürchten, selbst wenn sie schon wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben.