Stationarität einer (kontinuierlich betriebenen) Anlage

Damit eine kontinuierlich betriebene Anlage als stationär bezeichnet werden kann, darf es zu keiner Akkumulation kommen. Sind die Massen der Reaktanten und Produkten gegeben, ist die Berechnung ein leichtes. In einer stationären Anlage sind alle eingehenden Massenströme gleich den ausgehenden Massenströmen.

Sind aber nur die Stoffmengenströmungen bekannt, wird es etwas schwieriger. Wir benötigen die Reaktionsgleichung mit richtigen stöchimetrischen Verhältnissen, um danach bestimmen zu können, ob der austretende Stoffengenstrom mit dem eintretenden, mit Bezug auf die Reaktionen die stattgefunden haben, übereinstimmt.

Was hilft mir das in Aufgaben? 

Oft kommt es im Fach “Stoffumwandlung und Bilanzen” zu Aufgaben mit kontinuierlich durchströmten Anlagen, die stationär sind. Sind diese beiden Informationen in der Aufgabenformulierung gegeben, ist das oft schon eine große Hilfe. Denn wir wissen dann, dass aus der gesamten Anlage genauso viel Masse strömt wie Masse einströmt. Kann man also den einen der Massenströme, am Anfang oder am Ende der Anlage, ausrechen, hat man automatisch auch den korrespondierenden Massenstrom am anderen Ende berechnet. Aber aufgepasst: Das gilt nur für Massenströme, NICHT für Stoffmengenströme! Obwohl 1 kmol Edukt hinzugefügt wird, kann durchaus 0,5 kmol Produkt hinten rauskommen. Das liegt ganz an der Reaktionsgleichung und der Stöchiometrie. Akkumulation hat nur damit etwas zu tun, ob sich in der Anlage etwas aufhäuft!