Erdgas: Transport

Erdgas besitzt pro Volumen relativ wenig Energie – verglichen mit anderen Kohlenwasserstoffen. Die relativ geringe Energiedichte pro Volumen führt zu hohen Transportkosten, im Verhältnis zum Brennwert pro Transportausgabe.

Man kann Erdgas als Gas oder in verflüssigter Form transportieren. Auf Gasform muss man einen hohen Druck anlegen. Dies geschieht in Pipelines. Diese können jedoch nicht durch die Tiefsee verlegt werden, weshalb mann Erdgas auch oft verflüssigt: Liquified Natural Gas (LNG) und kann mit Tankschiffen Transportiert werden.

Transport mit Pipelines

Erdgas wird unter einem Druck im Intervall 80 bis 200 bar auf Gasform von A nach B als Massenstrom transportiert. Das Gasstrom reibt jedoch an die Wände der Pipeline. Dabei entsteht ein Exergieverlust durch Friktion, der sich wiederum in einem Druckverlust zeigt. Der größte Nachteil von Pipelines ist jedoch, dass sie Erdgas nicht über den Atlantik transportieren können, bzw. unter den Atlantik.

Transport mit Tankschiffen 

Bei -162°C und 1 atm befindet Erdgas sich auf flüssiger Form und kann in speziellen Tanks transportiert werden. Diese Transportart ist jedoch extrem kostspielig. Nicht nur das Verfahren ist aufwändig – die Tanks müssen aus speziellen Materialien hergestellt werden, damit sie bei den kalten Temperaturen spröde werden. Die Tanks müssen außerdem sehr gut isolieren können.

Alternative Verflüssigung von Erdgas

Alternativen zum Liquified Natural Gas sind beispielsweise chemische Umwandlung in Ammoniak, Harnstoff und Kohlenwasserstoffe mit hoher Molarmasse, die bei thermodynamischen Normbedingungen auf flüssiger Form vorhanden sind. Die chemische Herstellung dieser Stoffe ist jedoch mit sehr hohen Energiekosten verbunden und deshalb fragwürdig.