Erdgas: Alkane und die Dampfreformierung

Erdgas besteht zu 90-95% Methan. Der Rest besteht hauptsächlich aus Ethan, Propan und einem kleinem Rest anderer Alkane.

Alkane erweisen sich, außer bei ihrer Verbrennung mit Sauerstoff, als äußerst Reaktionsträge. Somit ist es selbst mit dem technologischen Stand von Heute eigentlich nur möglich, Methan als Rohstoff via die Dampfreformierung einzusetzen.

Bei der Dampfreformierung entsteht ein Synthesegas aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff durch eine Reaktion von Alkanen mit Wasserdampf.

Dampfreformierung ist eine sehr endotherme Reaktion, d.h. sie benötigt eine große Wärmezufuhr. Deshalb ist Dampfreformierung ein sehr kostspieliges Verfahren.

Dampfreformierung wird beispielsweise bei der Herstellung von Ammoniak verwendet, und wird von den Ammoniakanlagen selber durchgeführt. Lokal führen die Ammoniakhersteller die Dampfreformierung durch um Wasserstoff für die Ammoniaksynthese zu Verfügung zu haben.