Die L/G-Phasengrenzlinie und die (Clausius-) Clapeyron’sche Gleichung

Für die Phasengrenzlinie zwischen Gas- und Liquidzustand gilt die Clapeyron’sche Gleichung:

∂p/∂T = ∆Hvap/(T*∆Vvap)

Betrachtet man dabei nur ein ein Mol Flüssigkeit bzw. Gas, kann man die Annahme treffen, dass ∆Vvap = Vgas,m. Dabei ist Vgas,m das Molarvolumens des Gases -> wir vernachlässigen also das Volumen der Flüssigkeit, weil 1 Mol Flüssigkeit viel weniger Platz benötigt als 1 Mol Gas.

Geht man von einem idealen Gas aus, kann man die Clausius-Clapeyron’sche Gleichung benutzen

ln(p1) – ln(p2) = (∆Hvap/R)*(1/T2 – 1/T1)

bzw.

ln(p2) = ln(p1) - (∆Hvap/R)*(1/T2 – 1/T1)

Beachte das T die Seidetemperatur in Kelvin ist!

Die Gleichung arbeitet mit Differenzen. Es ist deshalb immer ratsam einen Anhaltspunkt zu benutzen. Einen Punkt sollte man kennen: Das Wasser bei 1 atm bei 373,15 Kelvingrad kocht.