Das Wasserfallmodell

Das Wasserfallmodell ist eine der vielen Formen des Phasenmodells und wurde sehr früh und lange genutzt. Für kleinere Projekte mag es immernoch in betracht gezogen werden, für größere Projekte gibt es jedoch weit bessere Phasenmodell-Typen.

Das Wasserfallmodell war anfangs von einem einwegigen Aktivitätsfluss gekennzeichnet. Jede Phase muss komplett beendet werden bevor mit der nächsten Phase angefangen werden kann. Diese als sehr natürlich scheinende Herangehensweise führt bei größeren Projekten jedoch zu sehr großem zeitlichen und somit auch ökonomischem Aufwand. Problem ist nämlich, dass Planungsphase, Anforderungsdefinition und –analyse und Entwurfsphase erstmal beendet werden, und erst dann getestet wird, ob das System überhaupt das tut, was es soll. Wenn dies nicht der Fall ist, muss man ganz am Anfang vom Wasserfallmodell wieder anfangen. Bei großen Projekten führt dies zu sehr langen Lieferzeiten und ist oft eine katastrophale Vorgehensweise.

Deshalb wurde das Wasserfallmodell später um Rücksprünge erweitert. Es war nun möglich, von der aktuellen Phase in jeweils die vor- oder nachgelagerte Phase zu gehen. Sollten sich während dem Testen Fehler im Entwurf zeigen, muss man jetzt also nicht von ganz oben wieder herab wandern, sondern kann einfach eine Stufe zurück gehen.

Bereiche, wo das Wasserfallmodell noch zum Einsatz kommt, gibt es jedoch. So wird in streng hierachischen Organisationsstrukturen so wie bspw. dem Militär oft noch das Wasserfallmodell im Bereich des Projektmanagements eingesetzt.