Das Cluster-Modell

Das Cluster-Modell geht nach dem sog. Bottom-Up-Ansatz vor. Es unterstützt eine inkrementelle Entwicklung von Softwaresystemen.

Das Cluster-Modell teilt die Gesamtaufgabe in Cluster auf. Jedes Cluster wird unabhängig von den anderen Clusters entwickelt und besteht aus einer Gruppe von Programmen. Dabei ist jedes Cluster so zu erstellen, das die zu entwickelnden Programme des Clusters ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Die unabhängige Bearbeitung jedes Clusters umfasst auch die Wahl des Vorgehensmodells. Jedes Cluster kann also nach einem eigenem Vorgehensmodell bearbeitet werden, wobei es jedoch üblich ist, dass die Cluster gemäß dem Wasserfallmodell abgearbeitet werden. Außerdem ist es für das Wasserfallmodell der Cluster üblich, dass die Phasenübergänge fließend sind. So wird bspw. Planung und Anforderungsdefinition sowie Entwurf und Implementierung zusammengefasst. Abschließend wird außer der normalen Validierung auch noch eine Generalisierung vorgennomen. Die Generalisierung soll sicherstellen, dass das erstellte Cluster wiederverwendbar ist, also auch in anderen Projekten verwendet werde kann. Auch die Wiederverwendbarkeit der einzelnen Cluster ist nämlich ein besonderes Kennzeichen des Cluster-Modells.

Die Vorgehensmodelle der einzelnen Cluster können sich zeitlich überlappen sowie auch gegenseitig beeinflussen. Cluster können also parallel bearbeitet werden. Dies ist oft von Vorteil. Man stelle sich z.B. vor, dass 5 Cluster gleichzeitig erstellt werden. Befinden sich alle Clusterteams gleichzeitig in der selben Phase des Wasserfallmodells, so erleichtert dies die Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams. Mehrere Teams stehen dann nämlich evtl. den gleichen Herausforderungen gegenüber.