Voll- und Teilkostenrechnung

Bei der Teilkostenrechnung fließen nur variable Herstellkosten in die Berechnung der Umsatzkosten ein. Die fixen Kosten werden bei der Teilkostenrechnung komplett als Periodenaufwand verbucht. Dies gilt auch für alle Nichtherstellkosten.

Bei der Vollkostenrechnung werden sowohl variable als auch fixe Herstellkosten in der Berechnung der Umsatzkosten berücksichtigt. Nichtherstellkosten werden jedoch auch bei der Vollkostenrechnung komplett als Periodenaufwand verbucht.

Schauen wir uns nochmal folgende Formeln an:

Bruttoergebnis = Umsatzerlöse –Umsatzkosten

Operativer Gewinn = Bruttoergebnis – Periodenaufwand.

Gewinn vor Steuer = Operatives Ergebnis – Zinsaufwand + Zinsertrag

Man kann also schlußfolgern, dass bei Wahl der Teilkostenrechnung das Bruttoergebnis güsntiger ausfällt als bei Wahl der Vollkostenrechnung. Bei der Teilkostenrechnung entspricht Umsatzerlös minus Umsatzkosten dem Deckungsbeitrag. Es ist zu beachten das die Teilkostenrechnung und Vollkostenrechnung sehr wohl zu einem unterschiedlichen Gewinn führen können. Wählt man beispielsweise das Produktionsvolumen als Kostentreiber, so wird dieses Produktionsvolumen dazu führen, dass nicht die Summe der Fixkostenposten sondern die Summe geteilt durch das Produktionsvolumen multipliziert mit der umgesetzten Stückzahl als Kosten in die Rechnung einfließen. Die führt zu einem höheren Gewinn bzw. niedrigeren Verlust als bei der Teilkostenrechnung, da hier die tatsächliche Summe aller Fixkostenposten in die Rechnung übernommen wird.