Rückstellungen vs. Rücklagen

Rückstellungen und Rücklagen sind insbesondere aus bilanzieller Sicht zu unterscheiden. So will es das deutsche Gesetz.

Rücklagen bilden sich aus ”zurückgelegten Gewinnen” des Unternehmens. Rücklagen sind somit dem Eigenkapital der Unternehmung zuzuordnen. Durch Rücklagen erhöht ein Unternehmen also sein Polster aus Eigenkapital für evtl. eintretende schlechtere Zeiten mit Verlusten. Ob diese Verluste in Zukunft überhaupt realisiert werden bleibt ungewiss.

Rückstellungen sind zwingender, denn bei Rückstellungen ist bekannt, dass eine Verbindlichkeit in Zukunft auftreten wird. Jedoch ist die Höhe der anfallenden Verbindlichkeit sowie auch der Zietpunkt der Fälligkeit dieser Verbindlichkeit nicht eindeutig bestimmbar. Rückstellungen werden, wegen Ihrer zugehörigkeit zu zukünftigen Verbindlichkeiten, in der Bilanz eines Unternehmens als Fremdkapital ausgewiesen.

Ein Sonderfall stellen die stillen Rücklagen dar. Stille Rücklagen gehören auch zum Eigenkapital, entstehen jedoch nicht wie gewöhnliche Rücklagen. Stille Rücklagen entstehen, weil Vermögensgegenstände des Unternehmens unterbewertet bzw. Schulden des Unternehmens überbewertet wurden.