Grundlegendes zu Abschreibungen im Rechnungswesen

Der Grundgedanke der Abschreibungen ist, dass ein angefallener Zahlungsstrom am Anfang einer Periode sich wirtschaftlich auf den gesamten Zeitraum auswirken soll, in dem die Beschaffung zu Erträgen führt. Siehe auch Matching Principle des Rechungswesens.

Man spricht von einer Abschreibung wenn eine Wertminderung bei Vermögengegenständen als Aufwand verbucht wird und somit in der GuV-Rechnung miteinbezogen wird. Anders gesagt: Eine Abschreibung wird als Aufwand verbucht.

Der beschaffte Vermögensgegenstand hat einen Anfangswert. Dieser wird oft zu Herstellungskosten bei Eigenfertigung bzw. Anschaffugskosten bei Fremdbezug bewertet. Der Abschreibungsbedarf, also der Betrag der über den gesamten Zeitraum hinweg abgeschrieben werden soll, berechnet sich aus Anfangswert des Vermögengegenstandes abzüglich des Endwertes (Liquidationswertes) am Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Wie wird nun der Wert des Vermögengegenstandes zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb des Zeitraums verbucht/angegeben? Dazu nimmt man wieder den Anfangswert und zieht von diesem alle bisherigen Abschreibungen ab (=kumulierte Abschreibungen).

Während des Zeitraumes kann es jedoch passieren, dass der Vermögensgegenstand wieder an Wert gewinnt. Dies wird Buchungstechnisch durch Zuschreibungen realisiert.