Die Make-or-Buy Frage

Beispielsweise im Maschinenbau taucht oft die Frage im Bereich der Beschaffung auf, ob man ein benötigtes Material oder Gut selber herstellt (make) oder von einem Lieferanten bezieht (buy).

Diese Frage kann aus mehreren Winkeln betrachtet werden, zum einen könnte man sich beispielsweise kostenorientierte Gedanken darüber machen. Somit wäre ein kostenorientierter Gedanke, dass bei Fremdbezug die Kosten variabel sind, während bei eigener Produktion auch Fixkosten anfallen würden. Die Frage orientiert sich also am Break-Even-Point: Ab welcher Menge lohnt sich eine eigene Herstellung der Materialien/Güter, welche die Beschaffung benötigt? In vielen Unternehmen stellt sich jedoch auch eine, für viele weit wichtigere, Frage: Die Qualität. Somit kann es ein echter Wettbewerbsvorteil sein, wenn man einen Zulieferer hat, der die erwünschte Qualität liefern kann. Eine weiteres Beispiel für ein Kernkriterium der Make-or-Buy Frage, ist die Flexiblität. Durch Eigenproduktion ist man weniger flexible, da Kapital gebunden wird und Fixkosten entstehen.

 

Make-or-Buy  ->  Outsourcing

Unter Outsourcing versteht man die Auslagerung von Teilen der eigenen Produktion an externe Lieferanten. Outsourcing kann aus folgenden Gründen entstehen:

  • Durch die Auslagerung lassen sich Kapazitäten besser nutzen und somit Kosten einsparen.
  • Die auszulagernde Aktivität gehört nicht Kerngeschäft der Unternehmung.
  • Die durch die Auslagerung entstehende Abhängigkeit ist kalkulierbar und nicht zu groß. Gleichermaßen geht man nicht davon aus, dass der Lieferant die Preise in die Höhe treibt.