Beschaffung – Verfahren der Materialbedarfsermittlung

Die Materialbedarfsermittlung beschäftigt sich mit der Bestimmung der notwendigen Materialmenge aus dem Produktionsprogramm.

Produktionsprogrammgesteuerte Bedarfsermittlung

  • Ist an das Produktionsprogramm gebunden.
  • Ist deterministisch.
  • Findet bei A-Gütern Verwendung.
Der Primärbedarf ergibt sich hier aus dem Produktionsprogramm, während sich der Bruttosekundärbedarf nach Berücksichtigung der Erzeugnisstruktur ergibt. Der endliche Nettosekundärbedarf ergibt sich nach einer Bestandsrechnung, also der Berücksichtigung der Lagerbestände. Der Nettosekundärbedarf ist der Bedarf, der tatsächlich bestellt oder selber hergestellt werden sollte.

Verbrauchsgesteuerte Bedarfsermittlung

  • Ist an den tatsächlichen Verbrauch gebunden. Basiert auf Informationen aus dem Bedarf in der Vergangenheit.
  • Wird stochastisch ermittelt.
  • Findet bei C-Gütern Verwendung.

Bedarfsermittlung verursacht Kosten – deshalb ist es auch aus ökonomischer Perspektive wichtig, die sinnvollste Methoden anzuwenden. Bei A-Gütern lohnt sich der extra Aufwand einer Bestandsermittlung eher als bei C-Güter, weshalb man sich bei C-Gütern eher mal stochastisch dran macht.