Beschaffung – Losgrößenplanung

Bei der Losgrößenplanung geht es um die Bündelung der mit der Materialbedarfsplanung ermittelten Bedarfe bei Eigenerstellung von Vorprodukten zu Produktionslosen (Serien). Eine Losgröße ist dabei definiert als eine Menge identischer Produktkomponenten, die zwischen zwei Rüstvorgängen auf einer Produktionsanlage ohne Unterbrechung hergestellt wird. Die Losgrößenplanung soll dabei nicht nur ermittelte Nettobedarfe zu Losgrößen bündeln, sondern auch die optimale Losgrößen ermitteln. Ziel ist dabei die Minimierung von Kosten.

 

Anfallende Kosten bei sowohl Fremdbeschaffung als auch Eigenfertigung

  • Beschaffungskosten bei Fremdbeschaffung bzw. variable Produktionskosten bei Eigenfertigung
  • Bestellkosten bei Fremdbeschaffung bzw. Umrüstkosten bei Eigenfertigung
  • Lagerhaltungskosten
  • Fehlmengenkosten
Tradeoff – Lagerhaltungskosten vs. Einrichtungskosten
  • Bei der Wahl einer Losgröße kann man sich für wenig große oder viele kleine Lose entscheiden. Viele kleine Lose führen zu kleineren Lagerhaltungskosten, jedoch zu hohen Einrichtungskosten. Wenig große Lose führen zu größeren Lagerhaltungskosten aber geringen Einrichtungskosten.
Lagerhaltungskosten 
  • Lagerhaltungskosten setzen sich zusammen aus Raumkosten, Personalkosten, Miete, Heizung, Beleuchtung  und kalkulatorischen Zinsen. Kalkulatorische Zinsen sind dabei die Kosten des im durchschnittlichen Lagerbestand gebundenen Kapitals.
Fehlmengenkosten
  • Fehlmengenkosten fallen an, wenn das beschaffte oder selbst hergestellte Material zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausreicht um den Bedarf der Fertigung zu decken. Fehlmengenkosten sind beispielsweise Preisdifferenzen und entgangene Umsatzerlöse / entgangene Gewinne.